Nicht nur die Kakaobohne ist reich an Aromen, auch die Kakao-Schale hat es in sich. Zum Wegwerfen ist sie zu schade. Die vielschichtigen Aromen der Kakaoschalen sind feinbitter und herb wie eine dunkle Edelschokolade. Die gemahlenen Stückchen der luftgetrockneten Fruchtschalen enthalten neben natürlichen Aromen auch Koffein, Theobromin sowie eine große Menge an Purinen. In ihnen steckt dieselbe belebende Wirkung, die auch die geröstete Kaffeekirsche zum Anreger macht. Damit sind Kakaoschalen die ideale Grundlage für viele leckere, gesunde Getränke. Frisch aufgebrüht entfalten sie ein rundes, volles Schokoladenaroma, das jedoch im Gegensatz zur Kakaomasse so gut wie keine Kalorien hat. So gelingen im Handumdrehen köstliche Tees, eisgekühlte Shakes und viele exotische Desserts. Als leichte Alternative für figurbewusste Genießer sind Kakaoschalen ein echter Geheimtipp. Sie wirken ausgleichend auf Nieren und Blase, auf Magenschleimhaut und Verdauungstrakt. Die Purine regulieren den Flüssigkeitshaushalt auf natürliche Weise.
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Ginseng – Die Königin unter den Heilpflanzen
Ginseng wird auch “Wurzel des Lebens” genannt oder “Königin der Heilpflanzen”. Seit Jahrtausenden schon wird es als Allheilmittel geschätzt. Von medizinischer Bedeutung ist allerdings nur die Wurzel. Sie ist der nährstoffreichste Teil der Pflanze. Früher wurde nur der wild wachsende Ginseng geerntet, heute gibt es mittlerweile Plantagen. Ginseng wird nach der Ernte sofort getrocknet, da er viel Wasser enthält würde er sonst schimmeln. Er wird zu Kapseln, Tonikum, Tee oder auch Wellness-Getränken weiterverarbeitet. Ginseng enthält viele wertvolle Substanzen wie Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine. Es aktiviert die körpereigenen Abwehrkräfte und reguliert und stabilisiert den Organismus. Wenn man Ginseng Produkte kauft, sollte man auf die richtige Qualität achten. Es muss reines Ginsengextrakt enthalten sein, ausgesuchte Wurzelqualität und sollte keine weiteren Zusatzstoffe enthalten.
Kurkuma gemahlen
Kurkuma – auch bekannt als “Gelbwurz” – stammt aus dem südasiatischen Raum. Die Pflanze wird zur Familie der Ingwergewächse gezählt. Als Gewürz verwendet man die unterirdisch wachsende Knolle, die eine gewisse Ähnlichkeit mit der Ingwerknolle aufweist.
Dabei ist der Geschmack des Kurkumas eher als unscheinbar zu bezeichnen. Frisch schmeckt die Knolle leicht scharf brennend. Getrocknet hingegen lässt sich ihr Geschmack als würzig und leicht bitter beschreiben. Der Geruch wird häufig als aromatisch bezeichnet. Er soll leicht nach Ingwer und Zitrusfrüchten, wie beispielsweise Limonen, duften.
Aufgrund der starken Färbekraft des im Kurkuma enthaltenen Curcumins findet Kurkuma vor allem als Färbemittel Verwendung und ist ein essentieller Bestandteil von Currypulver.
Dieser starken Färbekraft verdankt Kurkuma es auch, dass es häufig als Ersatz für den wesentlich teureren Safran verwendet wird. Dabei ist jedoch zu beachten, dass Kurkuma im Vergleich zum Safran leicht bitter schmeckt. Daher ist es sparsamer zu dosieren.
Da Kurkuma ein empfindliches Gewürz ist muss es gut geschützt aufbewahrt werden, soll es sein Aroma und seine Farbe behalten.
Sternanis
Die zierlichen Sternchen des Echten Sternanis (Illicum verum) sind aus den Gewürzregalen der vielseitigen Küche kaum noch wegzudenken. Sternanis ist ein vielseitiges Gewürz und Heilmittel, das sich in der chinesischen Küche und zur Weihnachtszeit großer Beliebtheit erfreut. Es ist die Frucht des Stern- Anis-Baumes, dessen Verbreitungsgebiet hauptsächlich in Süd- und Ostchina liegt und der mit der in unseren Breiten bekannten Magnolie verwandt
ist.
Je nach Geschmack können ganze Sterne oder nur einzelne Zacken verwendet werden. Benutzt man ganze Sterne, kann man diese nach dem Kochen mitservieren und als Dekoration verwenden. Andernfalls entfernt man die Stückchen wieder aus dem Essen.
Verwendung findet Sternanis vor allem bei der Verarbeitung von Geflügel- und Schweinefleischgerichten auf chinesische Art, aber es lassen sich auch Fisch- und Pilzgerichte sowie Soßen verfeinern. Natürlich läßt sich damit auch Glühwein veredeln.
In der Hausapotheke sollte Sternanis auch nicht fehlen. Als Tee leistet er gute Dienste bei Husten, Bronchitis und Angina. Damit sind aber seine heilenden Kräfte noch lange nicht ausgereizt. Er hilft gegen bei Blähungen, Mundgeruch, Mandelentzündungen, Magenbeschwerden, Zahnschmerzen, Hexenschuss und Ischias.
Bild Sternanis: ©-Carola-Schubbel—Fotolia.com
Gemahlene Süßholz-Wurzel
Ursprünglich stammt das Süßholz (Glycyrrhiza) aus Indien und China, über Vorderasien und die Mittelmeerregion gelangte der Strauch bis nach Süddeutschland und in die Niederlande. Seine heilende Wirkung war bereits in der Antike bekannt. Griechen und Römer bereiteten aus der aromatischen Pflanze einen dunklen, intensiv schmeckenden Trank, der gegen Hals- und Atembeschwerden hilft, asthmatische Verkrampfungen durch seine zähflüssige Konsistenz löst und bei Husten und Heiserkeit wohltuend wirkt. Auch bei entzündlichen Krankheiten ist der Wirkstoff Glycyrrhizin erfolgreich, da er Bakterien und Pilze bekämpfen kann.
Der Süßholzextrakt stammt aus der Wurzel. Er verleiht der Lakritze ihre unverwechselbaren Aromen. Neben der natürlichen Süße enthält dieser Auszug viele Saponine. Sie sind als Arzneistoffe entzündungshemmend und schleimlösend – man kennt die Zutat aus natürlichen Husten- und Erkältungstees. Die Naturheilkunde nutzt das Süßholz außerdem bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren, bei chronischer Verstopfung und zur Beruhigung bei einem leichten Refluxösophagus.
Macawurzel gemahlen
Seit ca. 2000 Jahren kultivieren peruanische Indios die Macapflanze (Lepidium peruvianum Chacon). Man sagt, die Inka hätten sie wegen ihrer Widerstandskraft verehrt, ihre Knollen frisch und getrocknet verzehrt und zur Stärkung der Potenz eingenommen.
Tatsächlich sprießt Maca im Andenhochland trotz Kaltwinden, Höhenstrahlung und starken Temperaturschwankungen. Maca ist reich an Zucker, Stärke, Mineralstoffen und Aminosäuren, dazu enthält sie eine breite Kombination an Vitaminen: A, B1, B2, B3, B12, C, D und E. Diese Konzentration macht Maca zu einem wirksamen Stärkungsmittel, das Energie, Ausdauer und Spannkraft der gesamten Muskulatur unterstützt und dem Immunsystem bei der Bekämpfung alltäglicher Infektionskrankheiten hilft. Wie nur wenige Blattpflanzen bildet Maca im oberirdischen Teil Antioxidantien, die freie Radikale einfangen und so vor degenerativen Zellschädigungen bis zum Krebs schützen können. Der natürliche Alterungsprozess des Zellgewebes wird so verlangsamt. Gegen allgemeine Erschöpfungszustände sowie bei nervlicher und seelischer Belastung hilft Maca als langfristig eingenommenes Nahrungsergänzungsmittel.
Die beschriebene Wirksamkeit ist durch wissenschaftlich anerkannte Studien nicht hinreichend belegt. Fragen Sie deshalb stets einen Arzt oder Apotheker nach Maca, und lassen sich über die Wirkung der Macawurzel ausführlich aufklären.
Lindenblütentee – Purer Teegenuss
Die Sommerlinde trägt von Juni bis Mitte August gelbgrünlich-weiße Blüten, die in der Naturmedizin als beliebtes Heilmittel eingesetzt werden. Diese Lindenblüten enthalten ätherische Öle, Flavonoide, Säuren und Schleimstoffe. Daher werden Lindenblüten oft bei Erkältungskrankheiten angewendet. Sie lindern Halsschmerzen und lösen den Husten. Sie senken Fieber und wirken entzündungshemmend. Lindenblüten wärmen den Körper von innen und haben eine schweißtreibende Wirkung, so dass der Körper gereinigt wird. In der Volksmedizin werden Lindenblüten ebenfalls bei Rheuma, Ischias, Magenbeschwerden und Unruhe angewandt. Auch für die Behandlung von leichten Krämpfen, Magenbeschwerden und Migräne werden in der Naturheilkunde oft Zubereitungen aus Lindenblüten gegeben.
Lindenblüten werden getrocknet und müssen getrocknet gelagert werden, denn durch Feuchtigkeit werden die Wirkstoffe zerstört.
Im Handel sind Lindenblüten als Tee- oder Sirupzubereitungen erhältlich. Auch als Badekonzentrat zur Beruhigung und zum Einschlafen werden Lindenblütenextrakte zugesetzt.
Muskatnuss – Gewürz und Duftaroma
Die Muskatnuss wächst an einem Muskatnussbaum, welcher eine Wuchshöhe von 5 bis 18 Meter erreichen und bis zu 100 Jahren alt werden kann. Auf Plantagen wird der Muskatnussbaum allerdings meist auf einer Wuchshöhe von 6 Metern gehalten. Der Baum ist immergrün und sehr weitverzweigt. Die Muskatnuss ist eine einsamige Beere.
Der Muskatnussbaum wird in der Roten Liste der gefährdeten Arten geführt. Die Frucht, welche am Baum aufspringt, beinhaltet die Muskatnuss. Die Vermehrung erfolgt natürlich aus Samen. Der Baum selbst hat getrenntgeschlechtliche Blüten.
Die Muskatnuss wird hauptsächlich als Gewürz zu unterschiedlichen Gerichten verwendet. So zum Beispiel zu Kartoffelgerichten, Suppen oder aber auch Eintöpfen. Sind Sie Liebhaber von Frikadellen, so sollten Sie einmal die Variante mit Muskatnuss probieren. Wer gern und oft Gemüse isst, kann auch hier die Muskatnuss zu Kohlrabi, Rotkohl oder gar auch Rosenkohl verwenden. Häufige Verwendung findet Muskatnuss neben Pfeffer und Salz als Zutat der Béchamelsauce. Einfach etwas von der Nuss über die Speisen raspeln und die Sauce einrühren. Wie es Ihnen beliebt – öfter mal was Neues ausprobieren!
Curry – Unverwechselbarer Geschmack
Die Zusammensetzung von Curry
Curry, was wörtlich Sauce bedeutet, ist eine indische Gewürzmischung, die sich aus
Kurkuma, Koriander, Cumin, schwarzem Pfeffer und Bockshornklee zusammensetzt. Außerdem kann Curry beispielsweise auch Ingwer, Fenchel, Zimt, Nelken, Muskat, Knoblauch, Senfkörner, Asafoetida, Kardamom, Cayennepfeffer, langen Pfeffer oder auch Paprika enthalten. Wer es gern etwas schärfer mag, kann seine Gerichte mit Madras-Currypulver verfeinern, welches mehr Chilipulver enthält. Curry ist ein Gewürz, welches heutzutage kaum noch aus Küchen wegzudenken ist. Nicht nur die Genießer von Currywurst sollten zu diesem Gewürz greifen. Denn Curry verleiht vor allem indischen Gerichten, wie Curryhuhn und Fischcurry vollendeten Geschmack. Auch Vegetarier können ihre Kartoffel- oder Auberginenspeisen mit Curry wunderbar abrunden und sollten nicht auf dieses Geschmackserlebnis verzichten. Außedem eignet sich Curry hervorragend in Verbindung mit Kokosmilch oder Mango. Wenn Sie also an einem perfekt abgeschmeckten Essen interessiert sind, dann sollte Curry in IhremGewürzregal nicht fehlen.
Foto Curry: © HLPhoto – Fotolia.com
Muira Puama – Potenzholz
Die Heimat des Muira-Puama-Baumes ist der undurchdringliche Regenwald.
Dieser majestätische Baum, der eine stattliche Höhe von bis zu fünf Metern erreichen kann, ist für die Naturmedizin ein wahrer Segen. Nahezu alles an ihm, ob es seine länglichen Blätter oder die stark duftenden, weißen Blüten sind, wird in der Naturheilkunde verarbeitet.
Ganz besonders wirkstoffhaltig und äußerst effektiv einsetzbar ist jedoch seine Rinde und die Wurzeln.
Von den brasilianischen Indianern wird der Wirkstoff des Muira Puama auch Potenzholz genannt. Sie verwenden ihn seit Urzeiten als Potenzmittel. Die angeblich aphrodisierende Wirkung bei sexuellen Problemen hat sich von Generation zu Generation bewährt.
Muira Puama soll auf natürliche Weise ein völlig anderes Körpergefühl erzeugen, denn der Wirkstoff erhöht die Sensibilität der Haut und vor allem die der Geschlechtsorgane. So kann man auf eine ganz natürliche Art und Weise die Libido anregen und auch die Potenz steigern. Zu sich nimmt man Muira Puama am besten in Form eines heißen Aufgusses.
Bitte beachten: Anwendungsbeispiele basieren auf traditionellen Überlieferungen und sind allesamt nicht wissenschaftlich belegt!





