Sternanis

Die zierlichen Sternchen des Echten Sternanis (Illicum verum) sind aus den Gewürzregalen der vielseitigen Küche kaum noch wegzudenken. Sternanis ist ein vielseitiges Gewürz und Heilmittel, das sich in der chinesischen Küche und zur Weihnachtszeit großer Beliebtheit erfreut. Es ist die Frucht des Stern- Anis-Baumes, dessen Verbreitungsgebiet hauptsächlich in Süd- und Ostchina liegt und der mit der in unseren Breiten bekannten Magnolie verwandt
ist.
Je nach Geschmack können ganze Sterne oder nur einzelne Zacken verwendet werden. Benutzt man ganze Sterne, kann man diese nach dem Kochen mitservieren und als Dekoration verwenden. Andernfalls entfernt man die Stückchen wieder aus dem Essen.
Verwendung findet Sternanis vor allem bei der Verarbeitung von Geflügel- und Schweinefleischgerichten auf chinesische Art, aber es lassen sich auch Fisch- und Pilzgerichte sowie Soßen verfeinern. Natürlich läßt sich damit auch Glühwein veredeln.

Sternanis

Sternanis

In der Hausapotheke sollte Sternanis auch nicht fehlen. Als Tee leistet er gute Dienste bei Husten, Bronchitis und Angina. Damit sind aber seine heilenden Kräfte noch lange nicht ausgereizt. Er hilft gegen bei Blähungen, Mundgeruch, Mandelentzündungen, Magenbeschwerden, Zahnschmerzen, Hexenschuss und Ischias.

Bild Sternanis: ©-Carola-Schubbel—Fotolia.com

Gemahlene Süßholz-Wurzel

Gemahlene Süßholz-Wurzel

Ursprünglich stammt das Süßholz (Glycyrrhiza) aus Indien und China, über Vorderasien und die Mittelmeerregion gelangte der Strauch bis nach Süddeutschland und in die Niederlande. Seine heilende Wirkung war bereits in der Antike bekannt. Griechen und Römer bereiteten aus der aromatischen Pflanze einen dunklen, intensiv schmeckenden Trank, der gegen Hals- und Atembeschwerden hilft, asthmatische Verkrampfungen durch seine zähflüssige Konsistenz löst und bei Husten und Heiserkeit wohltuend wirkt. Auch bei entzündlichen Krankheiten ist der Wirkstoff Glycyrrhizin erfolgreich, da er Bakterien und Pilze bekämpfen kann.

Der Süßholzextrakt stammt aus der Wurzel. Er verleiht der Lakritze ihre unverwechselbaren Aromen. Neben der natürlichen Süße enthält dieser Auszug viele Saponine. Sie sind als Arzneistoffe entzündungshemmend und schleimlösend – man kennt die Zutat aus natürlichen Husten- und Erkältungstees. Die Naturheilkunde nutzt das Süßholz außerdem bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren, bei chronischer Verstopfung und zur Beruhigung bei einem leichten Refluxösophagus.

Macawurzel gemahlen

Seit ca. 2000 Jahren kultivieren peruanische Indios die Macapflanze (Lepidium peruvianum Chacon). Man sagt, die Inka hätten sie wegen ihrer Widerstandskraft verehrt, ihre Knollen frisch und getrocknet verzehrt und zur Stärkung der Potenz eingenommen.

Tatsächlich sprießt Maca im Andenhochland trotz Kaltwinden, Höhenstrahlung und starken Temperaturschwankungen. Maca ist reich an Zucker, Stärke, Mineralstoffen und Aminosäuren, dazu enthält sie eine breite Kombination an Vitaminen: A, B1, B2, B3, B12, C, D und E. Diese Konzentration macht Maca zu einem wirksamen Stärkungsmittel, das Energie, Ausdauer und Spannkraft der gesamten Muskulatur unterstützt und dem Immunsystem bei der Bekämpfung alltäglicher Infektionskrankheiten hilft. Wie nur wenige Blattpflanzen bildet Maca im oberirdischen Teil Antioxidantien, die freie Radikale einfangen und so vor degenerativen Zellschädigungen bis zum Krebs schützen können. Der natürliche Alterungsprozess des Zellgewebes wird so verlangsamt. Gegen allgemeine Erschöpfungszustände sowie bei nervlicher und seelischer Belastung hilft Maca als langfristig eingenommenes Nahrungsergänzungsmittel.

Die beschriebene Wirksamkeit ist durch wissenschaftlich anerkannte Studien nicht hinreichend belegt. Fragen Sie deshalb stets einen Arzt oder Apotheker nach Maca, und lassen sich über die Wirkung der Macawurzel ausführlich aufklären.

Lindenblütentee – Purer Teegenuss

Die Sommerlinde trägt von Juni bis Mitte August gelbgrünlich-weiße Blüten, die in der Naturmedizin als beliebtes Heilmittel eingesetzt werden. Diese Lindenblüten enthalten ätherische Öle, Flavonoide, Säuren und Schleimstoffe. Daher werden Lindenblüten oft bei Erkältungskrankheiten angewendet. Sie lindern Halsschmerzen und lösen den Husten. Sie senken Fieber und wirken entzündungshemmend. Lindenblüten wärmen den Körper von innen und haben eine schweißtreibende Wirkung, so dass der Körper gereinigt wird. In der Volksmedizin werden Lindenblüten ebenfalls bei Rheuma, Ischias, Magenbeschwerden und Unruhe angewandt. Auch für die Behandlung von leichten Krämpfen, Magenbeschwerden und Migräne werden in der Naturheilkunde oft Zubereitungen aus Lindenblüten gegeben.

Lindenblüten werden getrocknet und müssen getrocknet gelagert werden, denn durch Feuchtigkeit werden die Wirkstoffe zerstört.

Im Handel sind Lindenblüten als Tee- oder Sirupzubereitungen erhältlich. Auch als Badekonzentrat zur Beruhigung und zum Einschlafen werden Lindenblütenextrakte zugesetzt.

Muskatnuss – Gewürz und Duftaroma

Die Muskatnuss wächst an einem Muskatnussbaum, welcher eine Wuchshöhe von 5 bis 18 Meter erreichen und bis zu 100 Jahren alt werden kann. Auf Plantagen wird der Muskatnussbaum allerdings meist auf einer Wuchshöhe von 6 Metern gehalten. Der Baum ist immergrün und sehr weitverzweigt. Die Muskatnuss ist eine einsamige Beere.

Muskatnüsse

Muskatnüsse

Der Muskatnussbaum wird in der Roten Liste der gefährdeten Arten geführt. Die Frucht, welche am Baum aufspringt, beinhaltet die Muskatnuss. Die Vermehrung erfolgt natürlich aus Samen. Der Baum selbst hat getrenntgeschlechtliche Blüten.

Die Muskatnuss wird hauptsächlich als Gewürz zu unterschiedlichen Gerichten verwendet. So zum Beispiel zu Kartoffelgerichten, Suppen oder aber auch Eintöpfen. Sind Sie Liebhaber von Frikadellen, so sollten Sie einmal die Variante mit Muskatnuss probieren. Wer gern und oft Gemüse isst, kann auch hier die Muskatnuss zu Kohlrabi, Rotkohl oder gar auch Rosenkohl verwenden. Häufige Verwendung findet Muskatnuss neben Pfeffer und Salz als Zutat der Béchamelsauce. Einfach etwas von der Nuss über die Speisen raspeln und die Sauce einrühren. Wie es Ihnen beliebt – öfter mal was Neues ausprobieren!

Curry – Unverwechselbarer Geschmack

Die Zusammensetzung von Curry
Curry, was wörtlich Sauce bedeutet, ist eine indische Gewürzmischung, die sich aus

Curry
Curry

Kurkuma, Koriander, Cumin, schwarzem Pfeffer und Bockshornklee zusammensetzt. Außerdem kann Curry beispielsweise auch Ingwer, Fenchel, Zimt, Nelken, Muskat, Knoblauch, Senfkörner, Asafoetida, Kardamom, Cayennepfeffer, langen Pfeffer oder auch Paprika enthalten. Wer es gern etwas schärfer mag, kann seine Gerichte mit Madras-Currypulver verfeinern, welches mehr Chilipulver enthält. Curry ist ein Gewürz, welches heutzutage kaum noch aus Küchen wegzudenken ist. Nicht nur die Genießer von Currywurst sollten zu diesem Gewürz greifen. Denn Curry verleiht vor allem indischen Gerichten, wie Curryhuhn und Fischcurry vollendeten Geschmack. Auch Vegetarier können ihre Kartoffel- oder Auberginenspeisen mit Curry wunderbar abrunden und sollten nicht auf dieses Geschmackserlebnis verzichten. Außedem eignet sich Curry hervorragend in Verbindung mit Kokosmilch oder Mango. Wenn Sie also an einem perfekt abgeschmeckten Essen interessiert sind, dann sollte Curry in IhremGewürzregal nicht fehlen.

Foto Curry: © HLPhoto – Fotolia.com

Schwarzer Pfeffer – In der Küche unverzichtbar


Die Wurzeln des schwarzen Pfeffers liegen in Indien. Derweil wird er aber auch unter anderem in Indonesien oder Malaysia angebaut. Pfefferpflanzen werden normalerweise zwischen drei und vier Metern hoch, aber sie können sogar bis zu zehn Meter hoch wachsen. Aus den Blüten der Pflanzen entstehen die kleinen Pfefferkörner, diese werden noch unreif geerntet und zuletzt in der Sonne auf dunkelfarbenen Matten getrocknet, sodass sie ihre typische Färbung in schwarz-braun erhalten.
In der Küche auf schwarzen Pfeffer zu verzichten ist heutzutage nahezu unmöglich. Fast alle Gerichte werden mit schwarzem Pfeffer verfeinert, gewürzt und zubereitet. Schwarzer Pfeffer macht das Essen je nach Dosierung schön scharf und verleiht ihm eine besondere Note. Vor allem zu Fleischgerichten wie Steak, Fischgerichten, Salat, Marinaden und Suppen passt schwarzer Pfeffer hervorragend.  Kaum zu glauben, aber sogar im Weihnachtsgebäck oder mit Erdbeeren harmoniert er hervorragend. Nicht nur für Köche ist schwarzer Pfeffer in der Küche unerlässlich.

Galanga – Ein exotisches Gewürz

Die Gewürzpflanze Galanga wird vor allem in Südostasien verwendet. In Europa ist es hauptsächlich als Lebkuchengewürz bekannt. Das Ingwergewächs ist in Südchina und Indonesien beheimatet. Es wird aber heutzutage auch in Indien und Thailand angebaut. Nur der Wurzelstock, welcher bis zu einem Meter lang werden kann, wird als Gewürz verwendet.
Das Heilkraut kann gegen vielen verschiedenen Erkrankungen wirken. Unter anderem wird es bei Magen- und Darmerkrankungen, Bauchschmerzen, Bronchitis, Mundgeruch, Pilzinfektionen und Rheuma eingesetzt. Selbst bei Nierensteinen kann es hilfreich sein. Außerdem wirkt Galanga antibakteriell und fördert die Verdauung.
Aber auch in der Küche findet Galanga Verwendung. Das braune Gewürzpulver der Pflanze schmeckt leicht bitter, nicht ganz so scharf wie Ingwerpulver und ähnelt etwas dem Zimtgeschmack. Galanga wird als Gewürz gerne frisch verwendet und ist sehr beliebt im ganzen Raum Südostasiens. Es kann aber auch in Suppen als Scheiben mitgekocht werden und ist eine wichtige Zutat von Currypasten.

Fenchel

Seinen Ursprung hat Fenchel in Südeuropa, mittlerweile ist Fenchel aber auch bei uns in vielen Gemüsegärten heimisch. Fenchel gehört zur Familie der Doldenblütler und gilt weltweit als Gemüse- und Heilpflanze.

Ab Juli beginnt die Doldenblüte zu wachsen, im September sind die Samen reif zum Ernten. Die Fenchel – Samen werden als Gewürz oder Tee (Fencheltee) genutzt, die Knolle wird als Gemüse in der Küche verwendet. Die heilende Wirkung von Fenchel ist schon seit Jahrtausenden bekannt.

Fencheltee wird besonders häufig zur Linderung von Blähungen und Husten eingesetzt. Lauwarmer Fencheltee hilft auch Säuglingen gegen Blähungen. Auch wird ihm Hilfe bei den Dreimonats-Koliken bei Säuglingen nachgesagt.

Fenchel, Fenchelfrüchte

Fenchel, Fenchelfrüchte

Während der Schwangerschaft und der anschließende Stillzeit fördert Fenchel bei Frauen die Milchbildung. Darüber hinaus kann Fenchel bei Menstruationsproblemen und Wechseljahren lindernd wirken.

Kräuter + Gewürze – kurze Info

Kräuter und Gewürze sind das, was eine Speise erst zu einem besonderen Leckerbissen macht, was die Zunge zum Singen oder zum Tanzen bringen kann.

Gewürze können wir noch lange nach dem Essen nach schmecken. Gewürze sind auch etwas Besonderes für die Nase. Ein Koch oder eine gute Köchin weiß, dass sie nicht zu viel aber auch nicht zu wenig von einem Gewürz oder von Kräutern in die Speise hinein tun, sondern immer das richtige Maß finden sollte.

Darin besteht aber gerade ein großer Teil der wahren Kochkünste. Gewürze und Kräuter fördern die Verdauung und erhöhen unser Wohlgefühl. Jeder Koch sollte seinen ganz individuellen Kräutergarten in der Küche oder auf dem Balkon haben, um auch frische Kräuter verwenden zu können.