Ursprünglich stammt das Süßholz (Glycyrrhiza) aus Indien und China, über Vorderasien und die Mittelmeerregion gelangte der Strauch bis nach Süddeutschland und in die Niederlande. Seine heilende Wirkung war bereits in der Antike bekannt. Griechen und Römer bereiteten aus der aromatischen Pflanze einen dunklen, intensiv schmeckenden Trank, der gegen Hals- und Atembeschwerden hilft, asthmatische Verkrampfungen durch seine zähflüssige Konsistenz löst und bei Husten und Heiserkeit wohltuend wirkt. Auch bei entzündlichen Krankheiten ist der Wirkstoff Glycyrrhizin erfolgreich, da er Bakterien und Pilze bekämpfen kann.
Der Süßholzextrakt stammt aus der Wurzel. Er verleiht der Lakritze ihre unverwechselbaren Aromen. Neben der natürlichen Süße enthält dieser Auszug viele Saponine. Sie sind als Arzneistoffe entzündungshemmend und schleimlösend – man kennt die Zutat aus natürlichen Husten- und Erkältungstees. Die Naturheilkunde nutzt das Süßholz außerdem bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren, bei chronischer Verstopfung und zur Beruhigung bei einem leichten Refluxösophagus.



